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Sport für Menschen mit geistiger Behinderung

     

Anlässlich der Mitgliederversammlung am 15. September 2017 endete offiziell die Ära von Friedrich Kruse, der die Leitung der Abteilung „Sport für Menschen mit geistiger Behinderung“ nach 30 Jahren auf eigenen Wunsch beendete.

Unter großem Applaus dankte TSG-Vorsitzender Uli Appel dem auf der letzten Mitgliederversammlung zum TSG-Ehrenmitglied gewählten Kruse für sein Engagement und das Herzblut für den Sport.

Zahlreiche Gespräche und der Gedankenaustausch aller Beteiligten halfen, eine neue Organisationsstruktur für die Abteilung zu finden, die den Sportbetrieb in den kommenden Jahren sicherstellt. Mit Olaf Merten erklärte sich ein neuer Abteilungsleiter bereit, die Geschicke gemeinsam mit dem Gesamtverein und der Vereinsgeschäftsstelle zu übernehmen. Olaf Merten ist seit rund zehn Jahren aktives Mitglied in der TSG und kümmert sich in seinem beruflichen Umfeld als Leiter der Wohngruppen der Pestalozzistiftung seit über 15 Jahren um die Bedürfnisse und Interessen von Menschen mit geistigen Behinderungen.

Sportangebote der Abteilung

Das Angebot der Abteilung wendet sich an Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung und ihres oft eingeschränkten Leistungsvermögens in anderen Sportgruppen weder angemessen angesprochen, noch entsprechend gefördert werden können.

Unter der Anleitung von Marita Kruse‚ Gerhard Wurz und Edgar Herrmann / Stephan Becker nutzen aktuell rund 100 geistig- und körperlich behinderte Menschen das Angebot in 8 Spiel- und Gymnastikgruppen. Zusätzlich werden die entsprechend qualifizierten Fachübungsleiter nach Möglichkeit noch jeweils von Co-Trainern bzw. Sportassistenten unterstützt. Diese Kombination aus lizenzierten Übungsleiter/innen und Co-Betreuung bildet die Basis für ein Sportangebot, welches in angemessener Gruppengröße eine individuelle Ansprache und Förderung ermöglicht.

 
Friedrich Kruse (v.l.n.r.), Uli Appel, Sicco Bremer und Olaf Merten.



     

So wird z. B. durch Bewegungsspiele und gezielte Koordinationsübungen die körperliche Fitness gefördert. Die Teilnehmer trainieren neben ihrer Physis auch ihre Beobachtungsund Konzentrationsfähigkeit. Gemeinsame Aktivitäten fordern und fördern die Fähigkeit zur Kommunikation. Durch einzelne Spiele wird der persönliche Ehrgeiz angespornt, aber auch die individuelle Frustrationstoleranz gefordert. Dies bietet den Rahmen seine eigene Persönlichkeit mit ihren realistischen Grenzen und Möglichkeiten zu entdecken und zu akzeptieren. Wichtig ist hier oft auch die Erfahrung, dass kaum ein Mensch alles gut kann, sondern jeder seine eigenen Stärken und Schwächen hat. Bei den Übungen entstehen viele Anreize zum Gespräch. Im Kontext der Aktivitäten werden so den Teilnehmern soziale Kontakte vermittelt.

Ferner werden auch die Interessen und Befindlichkeiten der Teilnehmer angesprochen, denn der Übungsleiter ist immer auch Beobachter, Gesprächspartner oder Zuhörer. Dies fördert die Selbstwahrnehmung, das Selbstbewusstsein und den Gruppenzusammenhalt. So hat sich das spezielle Sportangebot immer mehr zu einem gemeinschaftsstiftenden und gemeinschaftsfördernden Treffpunkt für Menschen mit einem geistigen Handicap aus Burgwedel und seinem Einzugsgebiet entwickelt.

Traditionelle Osterfreizeiten

In diesem Zusammenhang haben die Freizeiten der TSG, die zusammen mit dem Behindertensportverein Hannover durchführt werden, eine besondere Bedeutung erlangt.

Jedes Jahr aufs Neue gibt es seit nunmehr 29 Jahren in den Osterferien eine Sportfreizeit im „Tannenhof“ in St. Englmar im Bayrischen Wald. Die Teilnehmer haben dort das Gefühl nach Hause zu kommen, so vertraut sind vielen von ihnen inzwischen das Haus und die Umgebung mit den vielfältigen Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Das gibt ihnen Handlungs- und Orientierungssicherheit. Es ist auch ein jährliches Wiedersehen unter Freunden mit den Teilnehmern vom Behindertensportverein Hannover.

In einer oft für besondere Bedarfe (noch) nicht so sensiblen Umwelt helfen solche Höhepunkte Menschen mit Behinderung ihre seelische Gesundheit zu erhalten und zu verbessern. Für das Jahr 2018 ist allerdings leider davon auszugehen, dass die 30. Fahrt die letzte sein wird, denn es finden sich nicht mehr genug ehrenamtliche Begleiter für dieses Mammutprojekt.

Förderung durch die Krankenkassen

Die Krankenkassen haben erkannt, dass behinderte Menschen vor allem durch den Sport im Rahmen ihrer Behinderung gefördert und stabilisiert werden. Unser Sportangebot ist deshalb als Rehabilitationssport anerkannt und wird auf Antrag von den Krankenkassen finanziell unterstützt.

Die Übungsleiter/Innen sind alle entsprechend ausgebildet und lizenziert. Da die öffentlichen Mittel immer knapper werden und die Freizeit sehr betreuungsintensiv ist, sind wir immer mehr auf materielle und personelle Unterstützung angewiesen.

Übungsleiter und Ausbildungen

Die Voraussetzung für ein qualifiziertes Sportangebot sind gut ausgebildete, lizenzierte Übungsleiter. Gleichzeitig ist eine angemessene Gruppengröße sehr wichtig, um auf den einzelnen Teilnehmer individuell eingehen zu können. Es werden deshalb auch zusätzliche Assistenzkräfte benötigt. Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn wir weitere Übungsleiter und Mitarbeiter für den Dienst mit behinderten Menschen gewinnen können. Wir könnten dann das Übungsangebot altersgemäß noch mehr in Kleingruppen anbieten.

Interessierte können sich durch Hospitation bei unseren Übungsangeboten davon überzeugen, dass die ungewöhnliche Aufmerksamkeit, Lebensfreude und Zuwendung der Teilnehmer den Umgang sehr erleichtert und auch ein persönlicher Gewinn sein kann.

Kontaktaufnahme für interessierte Übungsleiter/innen

In den hervorragenden Ausbildungs- und Fortbildungsangeboten des Behindertensportverbandes (BSN) kann man sich dafür qualifizieren und Hemmschwellen abbauen. Sollte Interesse vorhanden sein, in einer Sportgruppe tätig zu werden, übernimmt die TSG auch die Aus- und Fortbildungskosten. Interessierte können sich bei dem Abteilungsleiter, Herrn Olaf Merten, Tel. 05139-990 250 oder in der TSG-Geschäftsstelle bei Herrn Nils Budde, Tel. 05139-3490 melden.

Herzliches Dankeschön!

Ich möchte allen Übungsleitern/Innen sowie Mitarbeitern/Innen ganz herzlich danken, die durch ihren kontinuierlichen Einsatz unsere wichtigen Angebote erst möglich machen. Das gilt auch ganz besonders für den ehrenamtlichen Einsatz bei den Freizeiten. Ein besonderer hochachtungsvoller Dank geht an meinen Vorgänger, Hr. Friedrich Kruse, der in seinem jahrzehntelangen Wirken als Abteilungsleiter all dies aufgebaut hat und sich stets in herausragender Weise engagiert und für die Belange von Menschen mit Behinderung aufgeopfert hat.

Olaf Merten


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30. Osterfreizeit der TSG für Menschen mit geistiger Behinderung (26.04.2018)

   

Vom 25.03. bis 03.04.2018 war es wieder soweit: 40 geistig behinderte Frauen und  Männer der Abteilung Sport für Menschen mit geistiger Behinderung der Turnerschaft Großburgwedel (TSG) und der Abteilung Handicap von Hannover 96 machten sich mit ihrem 10-köpfigen Betreuerteam auf den Weg nach St. Eglmar im Bayrischen Wald, um dort ihre 30. Osterfreizeit zu verbringen.

Seit 1989 findet die Sportfreizeit im „Haus Tannenhof“ der Caritas Regensburg unter Federführung der TSG statt. Die behinderten Menschen fühlen sich in  diesem Haus mit der starken Unterstützung der Heimleitung und dem großen Engagement des Betreuerteams wie zu Hause. Es ist jedes Jahr ein Wiedersehen unter Freunden.

Mit Livemusik auf dem Akkordeon empfang der Heimleiter Michael Englberger seine Jubiläumsgäste. Die hervorragende Ausstattung des Tannenhofes als Unterbringung für die gesamte Gruppe mit den vielen freundlichen Aufenthaltsräumen, dem Gymnastikraum und Sport- und Freizeitmöglichkeiten machen es möglich, dass die Gruppe wetterunabhängig mehrgleisige Angebote im Haus wahrnehmen kann. Beim Malen und Basteln, Musizieren und Volkstanz sowie Spiel- und Gymnastikangeboten fühlen sich die Teilnehmer wohl. Schwimmbadbesuche waren ebenso nachgefragt und beliebt wie die Spaziergänge im Ort mit seinem weitläufigen Kurpark.

Die Kleinbusse gaben zudem die Möglichkeit, kleine Ausflüge zu machen. Ein ganz besonderer Dank richtet sich an das Autohaus Giesche GmbH, das einen Kleintransporter für die Gruppe zur Verfügung stellte. Besonders beliebt sind die Besuche im Ortsteil Maibrunn und der Waldwipfelweg mit den Mitmachaktionen. Auch das Rodeln auf der Allwetterrodelbahn in St. Englmar war für viele ein attraktives Angebot. Besondere Höhepunkte waren darüber hinaus die Feten in der Gymnastikhalle und die Osterfeier in der Hauskapelle mit Lichterumzug und anschließendem Festessen.

Vor einigen Jahren ins Leben gerufen und mittlerweile fester Bestandteil ist das große Tischtennisturnier, bei dem über mehrere Tage die Sieger in den Kategorien Amateure und Profis ausgespielt werden. Über Vor- und Zwischenrunde sowie Viertel- und Halbfinale qualifizierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das kleine und große Finale und spielten die Plätze 1. bis 4. unter Anfeuerung aller Mitreisenden aus. Die vorderen Plätze bei den Profis belegten mit Simone Abel, Ralf Wesche und Jennifer Dressendörfer Vertreter der TSG. Ebenso platzierten sich mit Daniel Beutler und Daniel Klages zwei TSG‘ler im Wettbewerb der Amateure ganz vorne.



 

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen für die erfolgreiche Teilnahme an der Freizeit eine Urkunde und auch die Betreuerinnen und Betreuer erhielten für ihren unermüdlichen Einsatz ihre Anerkennung in Form einer Urkunde.

Mit großem Stolz, aber auch etwas wehmütig blicken die Organisatoren auf die vergangenen 30 Jahre zurück. Es zeichnet sich ab, dass die diesjährige Jubiläumsfahrt das große Finale war, da es immer schwieriger wird, engagierte Betreuerinnen und Betreuer für die 10-tägige Freizeit zu gewinnen.

 

 

Mitgliederversammlung wählt Olaf Merten zum neuen Abteilungsleiter (19.09.2018)
   
Anlässlich der Mitgliederversammlung am 15. September endete offiziell die Ära von Friedrich Kruse, der die Leitung der Abteilung „Sport für Menschen mit geistiger Behinderung“ nach 30 Jahren auf eigenen Wunsch beendete. Unter großem Applaus dankte TSG-Vorsitzender Uli Appel dem vor sechs Monaten zum TSG-Ehrenmitglied gewählten Kruse für sein Engagement und das Herzblut für den Sport.

Vor allem seine Fähigkeit, Menschen für ein Engagement im Sport zu begeistern half Friedrich Kruse, dass er kontinuierlich aktive Mitstreiterinnen und Mitstreiter für sein Team und seine Vorhaben gewinnen konnte, die seine Ideen und Vorhaben unterstützen. Hervorzuheben und von besonderer Bedeutung ist die traditionelle Osterfreizeit. Seit 1989 bis heute führt die TSG jährlich unter der Leitung von Friedrich Kruse und in Zusammenarbeit mit dem Behindertensportverein Hannover mit über 40 Teilnehmer/innen und 10 Betreuer/innen die gemeinsame, 10-tägige Osterfreizeit im niederbayerischen St. Englmar durch.

Die zahlreichen Gespräche und der Gedankenaustausch aller Beteiligten in den zurückliegenden Wochen halfen, eine neue Organisationsstruktur für die Abteilung zu finden, die den Sportbetrieb in den kommenden Jahren sicherstellt. Mit Olaf Merten erklärte sich ein neuer Abteilungsleiter bereit, die Geschicke gemeinsam mit dem Gesamtverein und der Vereinsgeschäftsstelle zu übernehmen. Olaf Merten ist seit rund zehn Jahren aktives Mitglied in der TSG und kümmert sich in seinem beruflichen Umfeld in der Behindertenhilfe als Abteilungsleitung für den Bereich Wohnen um alle stationären und ambulanten Betreuungsangebote. 

TSG-Vorsitzender Uli Appel zeigte sich nach der einstimmigen Wahl des neuen Abteilungsleiters erleichtert und zufrieden und freut sich, dass die TSG den rund 90 Mitglieder der Abteilung weiterhin ein durch qualifizierte Übungsleiter/innen umfangreiches Sportangebot ermöglichen kann.

Friedrich Kruse (v.l.n.r.), TSG-Vorsitzender Uli Appel, Sprecher der Mitglieder MgB Sicco Bremer und Olaf Merten.


Uli Appel (links) mit dem Sprecher der Mitglieder der Abteilung MgB, Sicco Bremer
   
Friedrich Kruse (v.l.n.r.), Olaf Merten und Uli Appel Friedrich Kruse (v.l.n.r.), Stefan Bremer und Uli Appel Uli Appel bedankt sich bei Übungsleiterin Marita Kruse

Turnerschaft Großburgwedel e.V.
Hannoversche Str. 51
30938 Burgwedel
Tel.: 0 51 39 34 90
Fax: 0 51 39 60 36
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Vorstand i.S.d. §26 BGB:
Ulrich Appel (Vorsitzender),
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